Suche: Günstigen Kite + Bar zum Vorbereiten auf Anfängerkurs

paradoxxl

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#1
Hi

Ich werde anfangs Juli an einem einen 5-tägigen Kite-Kurs teilnehmen. Da ich das Meiste aus dem Kurs herausholen möchte, wäre es sicher vorteilhaft wenn ich den Kite bereits ohne viel nachzudenken steuern kann. Deshalb suche ich einen (wohl besser kleinen) Kite plus Bar um an Land zu üben. Daher ist es auch kein Problem, wenn ich zuerst noch was reparieren muss. Trapez habe ich bereits fürs Segeln und Windsurfen.

Also wenn jemand noch altes verstaubtes Material im Keller oder Estrich hat und günstig abgeben möchte - nur her damit
:)

Falls niemand was hat werde ich wohl eine günstige Lenkmatte kaufen. Ist halt nicht dasselbe wie ein 4-Leiner mit Depower, aber immerhin besser als nichts. Ist auch nicht für die Ewigkeit gedacht, sondern nur zum das Gefühl fürs Steuern zu bekommen. Ausrüstung werde ich auch nach dem Kurs nicht kaufen, da ich mich momentan aufs Jollensegeln konzentriere. Ausserdem darf ich am Hallwilersee sowieso nicht kiten. Und ob es genügend viele Tage gibt, an denen ich Zeit habe und genügend Wind am Sempachersee vorhanden sind, ist auch fraglich. Daher werde ich eher mal was mieten (z.B. verlängertes Wochenende am Silvaplanasee).

Grüsse und windige Saison,
Dominik
 

paradoxxl

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#3
Danke für das Angebot Marc. Leider ist es mir zu teuer, um nur ein wenig das Gefühl für den Kite zu bekommen.
Eine neue Ausrüstung wäre für mich zu verschwenderisch, da ich nach dem Kurs eher mal was mieten werde.
 

abx14

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#5
hallo dominik

ich haette dir einen flysurfer speed 3 15m rtf ( ready to fly ) ca 440.- oder einen north evo 10m rtf ca. 100.-.

cool zum ueben an land ist natuerlich ein landboard.
ein fast neues trampa carbonboard geb ich zum 15er speed 3 fuer 200.-, neupreis ist ueber 500.- pfund, wiederverkaufswert sehr stabil da die dinger den ruf haben ewigs zu halten.
das trampa sieht etwa so aus: http://www.trampaboards.com/35-shor...chet-bindings--683-mountainboard-p-12337.html

gerne kannst du das board und die kites in olten probefliegen/fahren.

gruss alex
 

Marc66

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#6
Wenn ich mir einen Tipp erlauben darf: lass es mit selber üben (zumal es ja so aussieht als ob Du es an Land versuchen willst). Wirst am Kurs innerhalb von wenigen Stunden mit einem einfachen 3-Leiner das Windfenster perfekt kennenlernen (so bisschen Ahnung hast Du jas schon vom Segeln, jetzt kommt einfach noch eine 3. Dimension dazu) und dann die passende Grösse bekommen um dich an die Depower-Dinger ranzutasten.

Das Problem ist nämlich ganz einfach: Mit zuwenig Wind (und das ist in 99% der Fälle an Land der Fall - wenn man überhaupt irgendwo einen Platz findet wo man die Dinger fliegen darf - haben immerhin ca. 25 Meter Leinen und wenn man den Kite auf beide Seiten lenken will macht das schon mal 50 Meter Platz ohne sich auch nur einen Meter selber zu bewegen). Hat man einen zu kleinen Kite, dann ist das nicht wie beim Segeln, dass es einfach nicht vernünftig vorwärts geht, sondern der Kite fliegt gar nicht (bekommst den in der Regel erst so ab 10 Knoten in die Luft, Matten etwas früher - haben dafür andere Nachteile). Nimmst Du einen Kite der "zu" gross ist (oder mit einer Safety welche Du nicht kennst oder wleche nicht perfekt funktioniert weils ne Urlat-Kiste ist), dann ist das Risiko sich richtig heftig weh zu tun leider auch gegeben, geübt wird deshalb an Kursen in der Regel mit normalen Depower-Kites im Wasser und nicht an Land.

Wenn Du nur das Windfenster ausloten willst (was keine 10 Minuten dauert), dann kannst Du Dir auch einen normalen Lenkdrachen kaufen (wenn Du es lustiger findest, geht natürlich auch ein 2-Leiner Gleitschirm) oder dann wenigstens eine Snowkite (Matte) für Anfänger. Diese Matten (z.B. Peak von Flysurfer) haben den Vorteil schon bei wenig Wind (dürfte so ab 6 Knoten sein) ordentlich fliegen und mit einer normalen Depower-Bar eben alles zu bieten was normale Kites auch bieten - mit dem Vorteil, dass so eine Matte viel wenier "liftet" (dich also bei einem Lenkfehler nicht 10 Meter in die Luft katapultiert) und damit das Verletzungsrisiko an land deutlich geringer ausfällt. Selbstverständlich gibt es auch coole Übungschirme fürs Land (wir hatten einen Ozone Uno, beim Snowkiten auch Flysurfer Viron), aber die sind preislich eine ganz andere Liga als was Du da zahlen willst.

Will Dir keinesfalls vor dem Glück stehen, habe aber das Gefühl, dass Du einerseits deutlich zuviel erwartest von selbstbeügungs-Versuchen und dass Du dich noch nicht ganz so intensiv damit befasst hast, was den auch mal schiefgehen kann (gibt paar Videos im Internet welche selbst Leuten welche schon länger kiten Angst einflössen). Soll jetzt nicht heissen, Kiten sei "an sich" gefährlich, aber so ohne Einweisung irgend einen Kite nehmen und selber üben zu wollen halte ich einfach für eine ganz schlechte Idee. Wenn du es irendwo im Wasser machen kannst, fällt Du wenigstens weich - nur kennen wohl alle Einsteiger das Problem, dass es solche Übungsspots leider in der Schwiez schlicht nicht gibt (perfekt ist Stehrevier welches auch mal etwas tiefer ist, damit man beim Aufschlag nicht gleich bis zum Unterrund durchschlägt).

Wie erwähnt: soll bloss ein Tipp sein, bringt ja auch nix Geld für Schrott (muss nicht an sich Schrott sein, aber halt einfach unpassend für Dich und die erwartete Windstärke) auszugeben und sich am Ende noch weh zu tun.

Mach doch erst mal den Kurs (dafür ist er da) und kauf Dir nachher was passendendes. Und wie man dem Text schon entnehmen kann: mit einem Kite wirst Du voraussichtlich nicht glücklich, die meisten haben mindestens 2, meistens 3 oder auch noch mehr um eben alle Windbereiche von Leichtwind an unseren Binnenspots bis zu stärkerem Wind am Meer abzudecken, zudem haben einige noch extra eine Range fürs Snowkiten - billig wird das Vergnügen nicht (aber: macht trotzdem Spass, wenn mal mal Zeit hat, der Wind passt und das Wasser auch mal etwas wärmer ist). Mit Segeln kann man das nicht vergleichen, denn Segeln kann man auch bei annähernd Null Wind, beim Kiten musst Du einfach ein mindestmass haben, sonst lässt sich der Kite schon gar nicht starten (und wenn er in böigen Verhältnissen immer wieder stallt und rückwärts runterfällt, dann macht das Ganze auch keinen Spass und nützt leider auch zum Üben überhaupt nichts).
 

abx14

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#7
Zum ueben an land solltest du einen windmesser haben, z.b. kindle.
Im binnenland tretten teils heftige boehen auf, welche den windmesser je nach gelaende innert weniger sekunden von 3 knoten auf 20 knoten bringen. Es gibt leute die sagen, dass einsteiger an land nicht ueber 10 knoten fliegen sollten und nicht mehr als 10m haben sollten.
Viel spass
 

paradoxxl

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#8
Hallo zusammen,

erstens: ich lebe noch. :p Nebst den Gedanken, die ich nach euren Antworten gemacht habe, war ich auch noch Schuld am Bruch einer Segellatte. Die habe ich inzwischen repariert, aber der Kite wird wohl am Boden bleiben.

zweitens: Danke für eure Antworten!

Marc66, nach dem Kurs kann ich sagen: Du hattest vollkommen recht. Mir war vor allem nicht bewusst, wie viel Wind benötigt wird, damit der Kite überhaupt fliegen kann. Selbst in Fuerteventura haben wir es erlebt, dass es weniger Wind geben kann. Und dann wird der Kite erst recht zickig.Dort habe ich auch die Power eines 12m Kites gespürt. Da wird sogar das Laufen am Strand anstrengend :D Das hätte ohne Erfahrung an Land doch recht übel ausgehen können.
Nach der Abgabe meiner Master Thesis im September werde ich noch einen zweiten Kurs besuchen (vermutlich Soma Bay, Ägypten). Und dann heissts: Üben, üben, üben.
 

Marc66

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#9
Hoffe doch schwer, dass Du noch lebst - und auch, dass es dir trotz des Abmühens Spass gemacht hat (am Anfang tut sich jeder bisschen schwer, je nach Bedingungen von Wind und Wasser auch später, wenn man es "eigentlich schon kann"). Wollte ja auch keinem irgendwie Angst machen, nur darauf hinweisen, dass an Land schon etwas andere Voraussetzungen herrschen, deshalb gibt es ja auch die "open cell" Matten für den reinen Land-Einsatz, die haben (zumindest die für Einsteiger) weniger Kraftspitzen und entleeren sich rasch, wenn sie mal am Boden sind - das ist auf dem Wasser halt nicht gefragt.

Bin auch noch am schauen wegen der Herbstferien, habe aber voraussichtlich erst in der ersten Oktober-Woche noch paar Tage und werde vielleicht meinen grösseren Sohn mitnehmen. Wollte eigentlich nach Holland, die Kiteschule (KBC) meint vom Alter her würde das passen (ab 12J) aber die Kids müssten 50 Kilo haben (wie bitte? so viel hatte nicht mal meine Kite-Lehrerin in Silvaplana). Für eine Woche ist mir Ägypten leider zu teuer (minus An- und Rückfahrt sowie Transfert bleiben da gerade noch 4-5 Tage, davon eventuell noch Abstriche weil Wind/Wetter mal nicht mitmacht, man sich einen Sonnenbrand holt oder man einfach zu fertig ist um jeden Tag stundenlang im Wasser zu stehen, da bleibt nicht viel mehr übrig als an einem verlängerten Wochenende in Silvaplana - und dafür ist mir der Preis zu hoch).

September ist die Wahl ja gross, da kannst Du von Italien über Frankreich bis hin zu Nord- und Ostsee noch überall hingehen. Klar: nur mit Neopren (den brauchst Du sowieso, wenn Du nicht reiner Ferien-Kiter bist), aber man spart sich so eben die Flugkosten (und im Norden gibt es viele Kiteschulen). Ägypten ist natürlich auch nett (war paar mal zum Windsurfen dort an diversen Spots), aber die Kitespots sind halt schon etwas gewöhnungsbedürftig (teils ablandiger Wind, teils böig weil Start in Windabschattung der Hotels, meist nur mit Transfert vom Hotel zu den Spots möglich und dazu immer mehr Steckschnecken (such mal im Internet nach "Arschlochmuscheln") - würde da zur Sicherheit auf jeden Fall Schuhe mit Stichschutz an den Sohlen empfehlen, sonst kann der Urlaub ein jähes Ende finden. Windmässig (und von der Wassertemperatur) ist Ägypten natürlich eine andere Nummer, kann aber auch mal zu viel des guten sein (hatte mal in Dahab eine Woche lang bis zu 8 Windstärken, das mag ja für gute Windsurfer gehen welche das Material auch einfach mal aufs Wasser schmeissen und sich darauf ausruhen können, für Kiter bzw. sogar Kite-Einsteiger aber nicht mehr fahrbar, auch nicht mit Mini-Schirmen). Soll nicht heissen Ägypten sei nicht gut, nur - ganz so ulta-mega-super wie das die Anbieter weissmachen wollen muss es auch nicht sein (hatte auch mal paar Tage Flaute in Hurghada und eine Woche Null-Wind, teilweise sogar mit Regen, in Dahab, das wird dann richtig öde weil ausser Wassersport da gar nichts zu machen ist). Aber: ich hab's nicht so mit dem Wetterglück, man muss es schon selber herausfordern.

und: üben ist immer gut, bei den diesjährigen Windverhältnissen aber hierzulande leider schwierig bis unmöglich - und mit dem ewigen Nordwind in Silvaplana funktioniert nicht mal der Spot mehr wirklich zuverlässig bei einem stabilen Hoch. Keine Ahnung ob der Herbst noch was hergibt, die Idee ins Ausland zu gehen ist da auf jeden Fall nicht die schlechteste.

Na dann, viel Spass und weiterhin viel Erfolg beim Kiten.